Weine aus Friaul überzeugen mit klarer Herkunft, präziser Struktur und einer spannenden Balance aus Frische und Tiefe. Die Region im Nordosten Italiens bringt charakterstarke Weine hervor, die alpine Kühle und mediterrane Wärme auf elegante Weise verbinden.
Produkte filtern
Aus dem Friaul stammend, genauer gesagt aus der Gegend rund um San Quirino, wo die Alpen schon nah sind und das Klima diesen ganz eigenen Rhythmus aus warmen Tagen und kühlen Nächten mitbringt. Genau diese Spannung spürt man später im Glas. Im Duft ist er sofort typisch Sauvignon, aber nicht überdreht. Da ist etwas Grünes, Frisches, fast wie ein Spaziergang durch einen Kräutergarten nach einem Sommerregen. Salbei, Minze und ein Hauch von Paprikaschale geben die Richtung vor, dazu kommen florale Noten von gelben Blüten. Mit etwas Luft wird es runder, dann zeigen sich auch reife Früchte wie Pfirsich und Aprikose, die dem Wein eine angenehme Weichheit geben, ohne ihm seine Frische zu nehmen. Am Gaumen wirkt er klar und präzise, mit einer lebendigen, gut eingebundenen Säure, die ihn sehr trinkfreudig macht. Der Ausbau im Edelstahltank hält alles sauber und unverfälscht, nichts wird beschwert oder überlagert. Das Ergebnis ist ein Sauvignon Blanc aus Italien, der Struktur hat, aber trotzdem leicht bleibt und sich wunderbar vielseitig trinken lässt. Kulinarisch funktioniert er genau da, wo es ein bisschen Charakter braucht, aber keine Schwere. Zu würzigen Vorspeisen, cremigen Suppen oder auch zu mittelgereiftem Käse spielt er seine Stärken aus. Ebenso gut begleitet er Prosciutto oder einfach einen entspannten Aperitifmoment. Am schönsten zeigt er sich leicht gekühlt bei etwa zehn bis zwölf Grad, wenn er diese Mischung aus Frische, Kräutern und reifer Frucht ganz selbstverständlich entfaltet.
*Preis inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Allergenhinweis: enthält Sulfite
Beim Doi Raps von Russolo geht es weniger um einen einzelnen Handgriff im Keller, sondern um ein bewusstes Zusammenspiel mehrerer Schritte, die auf Klarheit und Balance abzielen. Die Grundlage entsteht schon im Weinberg. Die Trauben werden relativ spät gelesen, wenn sie aromatisch voll ausgereift sind, aber noch genug Frische mitbringen. Entscheidend sind dabei die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht im Friaul. Warme Tage sorgen für reife Frucht, kühle Nächte halten die Säure stabil. Genau diese Spannung braucht der Wein später. Im Keller wird dann eher zurückhaltend gearbeitet. Nach der Lese werden die Trauben schonend gepresst, oft mit kurzer Maischestandzeit, damit etwas mehr Struktur und Aroma aus den Schalen kommt. Danach folgt die Gärung im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur. Das Ziel ist hier klar: die Frucht sauber herausarbeiten, ohne sie zu überdecken. Ein wichtiger Punkt ist die Reife auf der Feinhefe. Der Wein bleibt nach der Gärung noch einige Zeit auf der Hefe liegen. Das sorgt für diese leicht cremige Textur im Mund, ohne dass er schwer wirkt. Man merkt das später als eine gewisse Dichte, die trotzdem frisch bleibt. Am Ende entsteht kein lauter, aromatisch überladener Weißwein, sondern einer, der über Struktur kommt. Frucht, Frische und Textur greifen ineinander, ohne dass ein Element dominiert. Genau das ist die Idee hinter einem Doi Raps: ein Wein, der ruhig wirkt, aber technisch sehr präzise gemacht ist.
*Preis inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Allergenhinweis: enthält Sulfite
Man merkt diesem Chardonnay ziemlich schnell an, dass er nicht einfach auf Frucht setzt. Im Glas wirkt er zunächst ruhig, strohgelb, klar und ohne Effekthascherei. Beim ersten Hineinriechen ist da diese Mischung aus etwas Vertrautem und etwas leicht Überraschendem. Grüner Apfel, ein Hauch von Akazienblüte, dazu eine sehr feine Vanillenote, die nicht aufgesetzt wirkt, sondern eher wie ein leiser Hintergrund. Das Holz ist spürbar, aber es drängt sich nicht vor. Eher so, als würde es dem Wein Kontur geben, statt ihn zu dominieren. Am Gaumen zeigt sich schnell, wo seine Stärke liegt. Er bleibt trocken und frisch, aber nicht schlank im negativen Sinn. Vielmehr hat er Substanz, eine gewisse Dichte, die ihn ernsthaft wirken lässt, ohne schwer zu werden. Diese leichte Cremigkeit kommt erst nach und nach durch und verbindet sich mit der Frucht zu einem runden, fast geschmeidigen Verlauf. Gleichzeitig hält ihn eine klare Säure lebendig und sorgt dafür, dass er nie breit wirkt. Interessant ist, wie er sich im Verlauf verändert. Anfangs eher kühl und präzise, öffnet er sich mit der Zeit und wirkt dann weicher, zugänglicher, fast großzügig. Genau diese Entwicklung macht ihn spannend am Tisch, weil er nicht nur begleitet, sondern sich mit dem Essen mitbewegt. Er passt gut zu allem, was eher zurückhaltend gewürzt ist und Struktur hat, etwa Fisch, helle Fleischgerichte oder einfache Vorspeisen. Auch bei etwas kräftigeren Käsesorten hält er mit, ohne zu verlieren, was ihn ausmacht. Am besten funktioniert er leicht gekühlt, wenn er noch diese klare, fokussierte Art zeigt und gleichzeitig schon genug Luft hat, um seine weicheren Seiten zu zeigen.
*Preis inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Allergenhinweis: enthält Sulfite
Der Friulano Ronco Calai ist kein Wein, der sofort alles preisgibt. Er wirkt im ersten Moment fast unscheinbar, und genau das macht ihn interessant. Man muss ihm ein paar Sekunden geben, dann beginnt er sich langsam zu zeigen. Im Duft ist da nichts Lautes, eher eine ruhige Mischung aus heller Frucht und etwas, das man nicht sofort greifen kann. Ein wenig Birne, ein Hauch Zitrus, dazu diese feine, leicht nussige Spur, die typisch für die Rebsorte Tocai Friulano ist. Alles wirkt sauber und klar, ohne übertrieben zu sein. Im Mund fühlt er sich weich an, fast schon entspannt. Keine aggressive Säure, kein Druck, sondern ein gleichmäßiger Verlauf. Erst wirkt er eher zurückhaltend, dann bleibt plötzlich etwas länger stehen, als man erwartet hätte. Und genau da kommt diese leicht herbe Note durch, die an Mandel erinnert und dem Wein eine ganz eigene Richtung gibt. Er versucht nicht, besonders fruchtig oder besonders frisch zu sein. Er ist einfach stimmig. Und genau das sorgt dafür, dass man schneller wieder zum Glas greift, als man es geplant hatte. Zum Essen macht er es einem leicht. Funktioniert gut mit salzigen Sachen, mit Pasta, mit Fisch oder auch einfach als Glas für sich, wenn man nicht viel nachdenken will.
*Preis inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Allergenhinweis: enthält Sulfite
2025 Ronco Calaj Pinot Grigio von Russolo kommt aus dem Friaul, aus der Gegend rund um San Quirino, wo kalkhaltige Böden, kühle Nächte und warme Tage zusammen einen Stil formen, der Frische und Reife gleichzeitig zulässt. Im Glas zeigt er sich in einem klaren Strohgelb, fast schlicht, aber genau darin liegt seine Stärke. In der Nase wirkt er typisch Pinot Grigio, aber mit mehr Tiefe als viele erwarten würden. Reife Früchte mit heller Aromatik stehen im Vordergrund, dazu kommen feine Blütennoten von Akazie, die ihm eine leichte, fast schwebende Eleganz geben. Der neue Jahrgang zeigt sich lebhafter, mit subtilen Gäraromen, die aber schnell in eine harmonische, fruchtige Klarheit übergehen. Am Gaumen bleibt er genau in diesem Stil. Fruchtbetont, aber nicht süß, eher elegant und sauber strukturiert. Die Säure ist präsent, aber gut eingebunden, sie gibt dem Wein Spannung und hält ihn lebendig bis in den Abgang. Dieser ist länger, als man es bei einem Pinot Grigio vielleicht erwarten würde, und genau das macht ihn interessant im Alltag wie auch beim Essen. Kulinarisch ist er ein unkomplizierter, aber sehr zuverlässiger Begleiter. Er passt zu feinem Prosciutto, leichten Suppen, frischem Käse, aber auch zu Fisch oder hellen Fleischgerichten, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Am besten zeigt er sich gut gekühlt bei etwa 10-12 °C, wenn seine klare Frucht und die feine Struktur am saubersten wirken.
*Preis inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Allergenhinweis: enthält Sulfite